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       Museum

       Das Römerlager Oberaden

            Archäologischer Lehrpfad
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            Germanienfeldzüge
            Otto Prein
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            Römer-Route


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Archäologischer Lehrpfad
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Der archäologische Lehrpfad auf dem Gelände des römischen Militärlagers in Oberaden besteht aus 15 Informationstafeln. Sie führen zu den wichtigsten Fundorten des bedeutenden Bodendenkmals aus der Zeit der augusteischen Germanienfeldzüge.

 

Themen der Lehrpfad-Tafeln:

1 Römerlager Oberaden
Im heutigen Stadtteil Oberaden bestand von 11 - 8/7 v. Chr. das bisher größte römische Militärlager nördlich der Alpen. Auf einem 56 Hektar großen Gelände waren bis zu zwei Legionen, etwa 12.000 Menschen, untergebracht.
 

2 Osttor
Das Osttor des Römerlagers Oberaden ist wesentlich breiter als die übrigen Tore und zudem erscheint seine Lage schon bei flüchtigem Vergleich deutlich nach Süden "verrutscht".


3 Holz-Erde-Mauer, Latrinen und Entwässerung

In der Umgebung dieses Standortes fand man 1993 die Fundamente der Holz-Erde-Mauer, die Ecke einer Latrine und einen durch die Mauer geführten Entwässerungskanal.


4 Germanische Viehtränke

Bei Ausgrabungen in den Jahren 1906-1914 fand man außerhalb des Lagers eine Mulde mit einer Steinpflasterung, die wohl germanischen Siedlern als Viehtränke diente.


5 Nördliche Lagerumwehrung

An dieser Stelle kreuzt der Weg die nördliche Lagerumwehung mit der Holz-Erde-Mauer und dem Verteidigungsgraben.


6 Nordtor

Etwa 150m südlich dieser Stelle befand sich das Nordtor des Römerlagers. Auch heute noch ist die Fundstelle an Gruben und Löchern erkennbar.


7 Centurionenhäuser, Brunnen und Holzfunde

Große Flächen im Nordwesten des Römerlagers Oberaden wurden in den Jahren 1977-1986 ergraben. Hier stieß man auf eine Fülle ungewöhnlicher Funde.


8 Westtor

Auf einem Teil der Fundamente des Westtores steht heute ein achtgeschossiges Wohnhaus.


9 Lagergraben

In unmittelbarer Nähe des Westtores befindet sich ein etwa 5m breiter Rest eines in der Mitte spitz zulaufenden römischen Verteidigungsgraben.


10 Orden, Münzen und ein silberner Gefäßgriff

Durch Zufall stieß man im Jahr 1957 bei der Erweiterung des Sportplatzes an der Burgschule auf einen kleinen Schatzfund. Zu diesem gehören ein Orden, achteinhalb Bronzemünzen, eine Silbermünze sowie ein silberner Griff von einem nicht aufgefundenen Trinkgefäß, skyphos.


11 Wohnhaus des Kommandeurs
Im Lagerzentrum befand sich das Kommandeursgebäude, praetorium. Die Entdeckung und Bestimmung dieses Gebäudes stellte eine kleine Sensation dar, denn man rechnete an dieser Stelle mit dem Verwaltungsgebäude, principa.


12 Stabsgebäude
Im Jahre 1989 begann die Freilegung des Stabsgebäudes, das gleichzeitig das Verwaltungszentrum und den religiösen Mittelpunkt eines jeden römischen Militärlagers darstellte.


13 Atriumhäuser
Im Süden des Stabsgebäudes wurden in den Jahren 1992 bis 2000 die Fundamente mehrerer Gebäude freigelegt. Wegen ihrer Größe kommen sie als Wohnhäuser für hohe Offiziere, Tribunen, in Frage.


14 Römische Villa am Südtor
Im Südwesten der Atriumhäuser konnte im Jahr 2000 in etwa 1.800 Quadratmeter großes Gebäude mit Garten freigelegt werden. Das Haus erinnert an italische Stadthäuser und verfügte über den Komfort, den eine solche Villa zu bieten hatte.


15 Centurionenhäuser und Brunnen
Wie im nordwestlichen Bereich wurden auch im Südosten des Lagers Fundamentreste von Centurionenhäusern und Brunnen gefunden.

 


Die Schwurhand weist den Weg an.
 



 



 



Eröffnung des Lehrpfades im April 2006.