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___________________________________ Germanienfeldzüge
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Seit
der Eroberung Galliens 58 – 51 v. Chr. unter C. Julius Caesar
bildete der Rhein die Grenze zu den germanischen Gebieten. Nach wiederholten
Grenzüberschreitungen durch die Germanen kam es 16 v. Chr. zu einer
demütigenden Niederlage der 5. Legion unter Marcus Lollius. Sie
wurde zum Anlass für eine von Kaiser Augustus geplante groß
angelegte Germanienoffensive.
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Der
erste Feldzug unter Drusus, einem Stiefsohn des Kaisers Augustus,
begann im Jahre 12 v. Chr. Er war als Vergeltungsangriff gegen
einzelne germanische Stämme gerichtet, die die Niederlage der 5.
römischen Legion herbeigeführt hatten.
Ein
Jahr später begann auf dem zweiten Feldzug der Großangriff gegen
die Hauptgegner, Sugambrer und Cherusker. Im Spätsommer desselben
Jahres wurde das Standlager in Oberaden, im Stammesgebiet der
Sugambrer, angelegt.
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Drusus
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In
weiteren Feldzügen führte Drusus seine Truppen bis an die Elbe. Er
starb im Jahre 9 v. Chr.
Sein
Bruder Tiberius übernahm dann den Oberbefehl und vollendete die von
Drusus begonnene Eroberungspolitik. Die Umsiedlung von rund 40 000
Sugambrern und Sueben auf linksrheinisches Gebiet beseitigte die
stete Kriegsgefahr.
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Daraufhin wurde das Oberadener Militärlager im
Jahre 8/7 v. Chr. aufgegeben, da es seine Funktion, den Stamm der
Sugambrer unter Kontrolle zu halten, erfüllt hatte.
Nach
einem Wiederaufflammen der kriegerischen Auseinandersetzungen um
Christi Geburt waren bis zum Jahre 7 n. Chr. die germanischen
Gebiete soweit „befriedet“, dass man dazu übergehen konnte,
Germanien verwaltungsmäßig wie eine römische Provinz zu
organisieren. Der damit beauftragte Statthalter P. Quinctilius Varus
ergriff die dafür notwendigen Maßnahmen.
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Tiberius
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Anlässlich
der Einführung römischer Rechtsprechung und Steuerschätzung kam
es jedoch zum Aufstand fast aller Germanenstämme, die in dem
Cheruskerfürsten Arminius, einem Offizier der römischen Armee, einen
Anführer fanden. Der Aufstand endete mit der Vernichtung der 17.,
18. und 19. Legion.
Damit
fielen alle römischen Stützpunkte auf rechtsrheinischem Gebiet.
Die in den Jahren 15 und 16 n. Chr. von Germanicus durchgeführten
Rachefeldzüge konnten nicht verhindern, dass mit dem Ausgang der
Varus-Schlacht das Ende römischer Präsenz innerhalb Germaniens
eingeläutet wurde.
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