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Otto Prein
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Das Römerlager in Oberaden wurde 1905 von Pfarrer Otto Prein (1867 - 1945) durch Probegrabungen erstmalig nachgewiesen. Er war von 1893 bis 1906 Pfarrer des Kirchspiel Methler, zu dem auch Oberaden gehörte. In seiner Freizeit widmete er sich historischen Forschungen.  

In einer Urkunde aus dem Jahre 1461 wird die Existenz einer Bauernschaft "Else" in Oberaden belegt. Der Ort dieser Ansiedlung schien dem in der römischen Literatur überlieferten Ort des römischen Lagers "Aliso" zu entsprechen. Durch den Namensgleichklang zwischen Else und Aliso sowie durch Scherbenfunde, Flurnamen des betreffenden Gebietes und schließlich durch die Grabungen gelangte er zu der Überzeugung, Aliso entdeckt zu haben. Seine Publikationen erregten Aufsehen, da man glaubte, in Haltern das Alisograb gefunden zu haben. Erst lange nach Preins Tod konnte die Annahme, Oberaden sei Aliso, widerlegt werden.


Otto Friedrich Prein,
Entdecker des Römerlagers Oberaden

Otto Friedrich Prein wurde am 12.11.1867 als Sohn eines Grubenverwalters in Dortmund-Husen geboren. Nach seiner Reifeprüfung am Dionysium-Gymnasium in Rheine, studierte er Theologie in Thübingen, Halle und Bonn .Die theologischen Prüfungen legte er 1892 und 1894 ab. Von 1893 bis1906 amtierte der Seelsorger  in der lutherischen Kirchengemeinde Methler zu der auch Oberaden gehört. In Hohenlimburg war er von 1907 bis 1936 Ortschulinspektor. Am Neujahrsmorgen 1945 erlitt er einen Oberschenkelhalsbruch dem er am 28.04.1945 erlag. Erst 1949 wurde er der Pfarrersgruft zu Hohenlimburg beigesetzt. Aus seiner ersten Ehe mit Pfarrerstochter Maria Ploeger hatte er drei Kinder. Seine Frau starb 1918 weshalb er fünf Jahre später Adda Wiegand zu seiner Frau machte.

Das geschichtliche Interesse galt zunächst der Entwicklung  der Kirche in Methler und deren Sprengel doch eine Urkunde aus dem Jahre 1461 änderte sein Forschungsziel. Daraus ergab sich eine Namenswandlung einer früheren Bauernschaft von "Else" zu "Elsey".

Nachdem Otto Prein von einem Fachgelehrten die Zustimmung zu seiner Meinung eingeholt hatte, glaubte er die Zusammenhänge "Else" = "Aliso" und "Elison" = "Seseke" gefunden zu haben. Als ein Bauer ihm eigenartige Scherben aus einer Mergelkuhle übergab, suchte Otto selbst erfolgreich mit einem Spaten im Gelände "op de Borg". Damit waren die ersten Spuren des Römerlagers gefunden. Bei den Untersuchungen alter und neuer Quellen eignete er sich die Sprachen: Latein, Griechisch und das Plattdeutsch an.

Otto Prein bezeichnete sich selbst als Autodidakt auf dem Gebiet der Archäologie. Aufgrund seiner Kenntnisse konnten noch größere Fundergebnisse erzielt werden, an denen er aber nicht beteiligt war.