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       Museum

       Das Römerlager Oberaden

            Archäologischer Lehrpfad
            Ausstellung Römerabteilung
            Germanienfeldzüge
            Otto Prein
            Römerfreunde Bergkamen
            Römer-Postillen
            Römer-Route

      Treffen der Römerfreunde   
      Bergkamen für 2011
 

      22. Februar
      15. März
      5. April
      10. Mai
      7. Juni
      5. Juli
      13. September
      4. Oktober 
(Vortrag: S. Kühlborn)
      15. November
(Vortrag: S. Koehn)
 

      Zusätzliche Termine

      15. Mai
(Internationaler Museumstag)
      20./21. August
(Drususcamp)
      24./25. September
(Museumsfest)
     

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Römerfreunde Bergkamen
jetzt

Classis Augusta Drusiana
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Die Römerfreunde Bergkamen während einer "römischen Modenschau" beim Museumsfest 2004

 

Die Römerfreunde Bergkamen sind ein Zusammenschluss von historisch interessierten Personen, die sich zum Ziel gesetzt haben, durch ihr ehrenamtliches Engagement dazu beizutragen, die Geschichte des Römerlagers Oberaden für weitere Kreise erlebbar werden zu lassen. Unter den Mitgliedern befinden sich unter anderem Handwerker, Ingenieure, Museumspädagogen, Althistoriker und Altsprachler, die sich mit den historischen und archäologischen Erkenntnissen in Bezug auf das große römische Militärlager aus der Zeit der Germanienfeldzüge unter Kaiser Augustus auseinandersetzen. Seit der Gründung der Interessengemeinschaft am 16. 04. 2002 verfolgen die Römerfreunde das Ziel, die römisch-germanische Mischzivilisation der damaligen Zeit nacherleben zu lassen und dabei das Römerlager Oberaden und seine historische Bedeutung in der Öffentlichkeit noch bekannter zu machen.

Seit der Entdeckung des Römerlagers Oberaden im Jahre 1905 wurden zwar im Zuge mehrerer großer Grabungskampagnen Teile des römischen Militärlagers erforscht, jedoch konnten die archäologischen Spuren dieser historischen Ereignisse bisher nicht dauerhaft als Bodendenkmal für ein weiteres Publikum sichtbar gemacht werden. Trotz der unbestrittenen Bedeutung des seit 1989 in die Denkmalliste eingetragenen Bodendenkmals ist das Wissen um das größte Römerlager nördlich der Alpen leider weitgehend auf Fachkreise beschränkt.

Dass sich dies deutlich ändert, ist eines der Hauptziele der Römerfreunde Bergkamen. Im Sinne der sog. experimentellen Archäologie bemühen sich die Römerfreunde Bergkamen einerseits, das damalige Zusammenleben von Römern und Einheimischen in so konkreten Formen wie Kleidung und Ernährung (es wird bei uns oft, gerne und lecker nach original römischen Rezepten gekocht!) nacherleben zu lassen. Die meisten unserer Neumitglieder empfanden besonders diese Dinge attraktiv und ausschlaggebend für ihren Beitritt. Andererseits haben die Römerfreunde Bergkamen auch den Ehrgeiz, mit klarem Blick auf Probleme unserer eigenen Gegenwart ein reflektiertes, historisch informiertes Bewusstsein über eine militärisch, ökonomisch und ethnisch durchaus krisengeschüttelte Vorphase der deutschen Geschichte zu verbreiten. Historia magistra vitae – ‚die Geschichte ist Lehrmeisterin des Lebens’, sagte schon Cicero.

Als bislang größte Manifestation all dieser Absichten und Aktionen konnte nun im April 2006 ein archäologischer Lehrpfad auf dem Gelände des Römerlagers Oberaden eingerichtet werden. Nach langwierigen und aufwändigen Bemühungen im Vorfeld gelang dies unter der Trägerschaft des "Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen" und mit maßgeblicher Unterstützung der "Nordrhein-Westfalen Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege" sowie auch durch tat- und ideenkräftiger Mithilfe der Römerfreunde Bergkamen. Der Lehrpfad, der inzwischen vom Publikum gut angenommen worden ist, führt mit 15 Infotafeln zu den wichtigsten Fundorten des Römerlagers. Weitere Ideen (u. a. die Errichtung von Modellen und Rekonstruktionen) zur Visualisierung der bedeutenden Gebäude im Römerlager Oberaden werden von den Römerfreunden Bergkamen unterstützt.

Da sich mittlerweile ein gutes Netzwerk mit den unsererseits eingeladenen Aktionsgruppen (s.u.) aufgebaut hat, ist schon jetzt abzusehen, dass bereits in nächster Zukunft die Teilnahme an Treffen von “Römer- bzw. Germanen“-Gruppen an anderen Orten Deutschlands einen zusätzlichen Aktionsschwerpunkt der Römerfreunde Bergkamen ausmachen wird.

Die Römerfreunde Bergkamen sind eine offene Interessengemeinschaft, die bewusst auf Vereinsstrukturen verzichtet hat. Im Vordergrund steht die uneigennützige ehrenamtliche Arbeit, die vor allem die Ziele des Stadtmuseums Bergkamen unterstützt und die Vitalität des kulturellen Lebens in Bergkamen und Umgebung im weitesten Sinne bestärken und intensivieren möchte – fachlich fundiert, aber ohne jede akademische Attitüde, halt eben für möglichst viele.

Gewählte Vertreter der Interessengemeinschaft sind:
Dr. Matthias Laarmann (Vorsitzender)
Ernst Neugebauer (stellv. Vorsitzender)
Barbara Strobel (Geschäftsführerin).

Mitgliederstand: 35 Mitglieder (Mai 2006).
 

Wichtigste Projekte und Beteiligungen seit 2002:

  •       jährliche Planung und Beteiligung an der Vorbereitung und Durchführung von Museumsfesten des Stadtmuseums Bergkamen.
     

  •       Stand auf dem Marina-Hafenfest 2003.
     

  •       einer von vier Repräsentanten ehrenamtlicher Arbeit in Bergkamen bei der Begrüßung von Ministerpräsident P. Steinbrück, Bergkamener Kultursommer, Marina Bergkamen (24.08.2004).
     

  •       Stand auf dem Lichtermarkt Bergkamen 2005.
     

  •       Römische Modenschau im Rahmen des Knappenfestes 2004 in Bergkamen-Oberaden (Veranstalter: DSK Bergwerk Ost).
     

  •       Durchführung von museumspädagogischen Programmen (v.a. Bogenschießen, Brettchen-, Bändchenweben, Pilumwerfen) im Stadtmuseum Bergkamen.
     

  •       Einrichtung eines archäologischen Simulationsspiels für Kinder auf dem Gelände der ehemaligen Ausgrabungen im Römerlager Oberaden.
     

  •       Kooperationen mit anderen „römischen“ und „germanischen“ Gruppen:

    Cohors I. Germanorum (2002).

          Römercohorte Opladen (2003).

          Classis Augusta Germanica (2003 – 2005).

          Chasuari (2005).

          Aurificina Treverica (2004).

          Forum Traiani (2003 und 2004).

  •        Exkursionen:

Kalkriese, Römermuseum (Varus-Schlacht) (2003).

Herne, Westfälisches Museum für Archäologie (2005).

Oerlinghausen, Archäologisches Freilichtmuseum (2006).

  •         Öffentliche Vorträge im Stadtmuseum Bergkamen:

Stefan Koehn, Ruhr-Univ. Bochum: „Rom und Oberaden – Die Expansionspolitik von Kaiser Augustus“ (12.11.2002).

Dr.-Ing. Gregor Patzulla, Recklinghausen: „Römer, Germanen und die Schlacht am Teutoburger Wald“ (14.01.2003).

Stefan Koehn, s.o.: „Germanien und Rom“ (09.12.2003).

Wilfried Wiemers, Dortmund: „Die Kunst des Damaststahl-Schmiedens in Antike und Frühmittelalter“ (08.02.2005).

Stefan Koehn M.A., s.o.: „Begegnungen der Völker und Religionen im Zeitalter der Völkerwanderung“ (11.01.2005).

Stefan Koehn M.A., s.o.: „Hilfstruppen – Hilfsvölker?! Ein Dasein zwischen Alltagsleben und Entscheidungsschlachten“ (09.11.2005).

  •         Öffentlichkeitsarbeit in Funk und Fernsehen:

Beitrag im WDR-Fernsehen zum Thema „Römische Modenschau“ (Sept. 2004).

Beitrag im WDR-Fernsehen zum Thema „Culinaria romana – den Römern in den Kochtopf geschaut“ (Juni 2005).

Beitrag im WDR-Hörfunk (WDR 5, Sendung „Lilipuz“) zum Thema „römische Kochkunst“ (20. 07. 2005).

  •         Publikationen:

Dr. Matthias Laarmann, Lünen: seit 2005 Mitverfasser des ‚Harenberg Sprachkalenders Latein’; dort Hinweise auf Orte der provinzialrömischen Archäologie Westfalens, im Kalender 2007 (im Druck) auch explizit auf Bergkamen.

Dr. Matthias Laarmann, s.o.: Mitverfasser von ‚Prima brevis. Gesamtkurs Latein als 3. Fremdsprache’, Bamberg: C.C. Buchner-Verlag (in Vorb.); dort Hinweise auf Orte der provinzialrömischen Archäologie Westfalens, explizit auch auf Bergkamen.