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___________________________________ Stadtgeschichte
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Nachdem die allgemeine
Not der Nachkriegsjahre überwunden war und eine längere Phase des
wirtschaftlichen Aufschwungs überall zu neuen Bauaktivitäten führte,
empfand man die kleinräumige politische Ordnung der Gemeinden als
hemmend.
Ein erster Anstoß für den Zusammenschluss der Gemeinden Bergkamen,
Weddinghofen, Oberaden, Heil und Rünthe ging 1958 vom
Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (SVR) aus. In einem Gespräch mit
Vertretern der Gemeinden legt der SVR die Notwendigkeit dar,
gemeinsame Strukturpläne zu erarbeiten.
Die Abstimmungen in den Gemeindeparlamenten zu der Frage für oder
gegen einen Zusammenschluss der sechs Gemeinden sowie
Volksabstimmungen in Rünthe und Overberge ergaben ein eindeutiges
Votum für einen Zusammenschluss der Gemeinden Bergkamen, Heil,
Oberaden, Rünthe und Weddinghofen. Für Overberge, das sich mehrfach
dagegen ausgesprochen hatte, sollte die Möglichkeit eines späteren
Anschlusses offen gehalten werden.
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Bergkamen um 1890
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Ein weiterer Schritt vor der endgültigen Zusammenlegung der fünf
Gemeinden zu einer Großgemeinde und späteren Stadt war die
Namensfindung. Zur Auswahl standen am 4. Mai 1964 die Bezeichnung "Lippetal"
und "Bergkamen", wobei sich die Gemeindevertretung für "Bergkamen"
entschieden.
Daraufhin wurden der Gebietsänderungs- und der
Auseinandersetzungsvertrag verabschiedet. Am 21. Juli 1964 fand die
feierliche Unterzeichnung durch die Bürgermeister der Gemeinden und
die beiden Amtsdirektoren der Ämter Pelkum und Unna-Kamen statt.
Im Zuge der Vorbereitungen für einen Zusammenschluss gründete man
einen Zweckverband "Großgemeinde Bergkamen", der die Aufgabe hatte,
die zukünftige Verwaltung aufzubauen. Vorsitzender wurde der
Gemeindevertreter von Rünthe, Edgar Pech, Zweckverbandsvorsteher der
Direktor des Amtes Pelkum, Alfred Gleisner.
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Bergkamen um 1990
Am 2. November 1965 wurde
vom Landtag das Gesetz über den Zusammenschluss der fünf Gemeinden
verkündet, das am 1. Januar 1966 in Kraft trat. Damit war der politische
Zusammenschluss der Gemeinden vollzogen. Die Bezeichnung der neuen
Verwaltungseinheit war "Großgemeinde Bergkamen".
Die Wahlen am 13. März 1966 für den Rat der Großgemeinde Bergkamen
ergaben eine Verteilung von 27 Sitzen für die SPD und 10 Sitzen für die
CDU. Bürgermeister wurde Edgar Pech, Gemeindedirektor Alfred Gleisner.
Am 14. Juni 1966 erhielt die Großgemeinde Bergkamen die Stadtrechte. Die
feierliche Überreichung der Urkunde fand am 6. Juli 1966 statt. Der
damalige Innenminister Nordrhein-Westfalens, Willy Weyer, händigte sie
persönlich Bürgermeister Pech aus.
Nur ein knappes Jahr nach der Volkabstimmung in Overberge wandelte sich
die Stimmung in der Gemeinde dahingehend, dass ihre Selbstständigkeit
nicht mehr aufrechtzuerhalten sei. Zwischenzeitlich forderte auch die
Stadt Kamen Overberge zum Anschluss auf. Hier stellte sich jedoch
heraus, dass die Bindungen zu Bergkamen stärker waren. 1967 wurde die
Eingliederung in die Stadt Bergkamen beschlossen und mit der
Neugliederung des Kreises Unna durchgeführt.
Im Jahre 1989/90 wurde auf
Grimberg 3/4 in Weddinghofen eine Teufe von 1600 Metern unter NN
erreicht, ein europäischer Tiefenrekord. Bis heute gilt auch der Rekord,
den tiefstgelegenen von Menschen geschaffenen und begehbaren Ort im Land
Nordrhein/Westfalen auf dem Stadtgebiet zu haben. Es ist der Flöz
Wilhelm 1/2 im Baufeld Monopol des Bergwerks Ost. Dessen tiefste Stelle
liegt genau 1458 Meter unter NN.
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