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Nachdem
die allgemeine Not der Nachkriegsjahre überwunden war und eine längere
Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs überall zu neuen Bauaktivitäten
führte, empfand man die kleinräumige politische Ordnung der
Gemeinden als hemmend.
Ein
erster Anstoß für den Zusammenschluss der Gemeinden Bergkamen,
Weddinghofen, Oberaden, Heil und Rünthe, ging 1958 vom
Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (SVR) aus. In einem Gespräch mit
Vertretern der Gemeinden legt der SVR die Notwendigkeit dar,
gemeinsame Strukturpläne zu erarbeiten.
Die
Abstimmungen in den Gemeindeparlamenten zu der Frage für oder gegen
einen Zusammenschluss der sechs Gemeinden sowie Volksabstimmungen in
Rünthe und Overberge ergaben ein eindeutiges Votum für einen
Zusammenschluss der Gemeinden Bergkamen, Heil, Oberaden, Rünthe und
Weddinghofen. Für Overberge, das sich mehrheitlich dagegen
ausgesprochen hatte, sollte die Möglichkeit eines späteren
Anschlusses offen gehalten werden.
Ein
weiterer Schritt vor der endgültigen Zusammenlegung der fünf
Gemeinden zu einer Großgemeinde und späteren Stadt war die
Namensfindung. Zur Auswahl standen am 4. Mai 1964 die Bezeichnungen
„Lippetal“ und „Bergkamen“, wobei sich die
Gemeindevertretungen für „Bergkamen“ entschieden.
Daraufhin
wurden der Gebietsänderungs- und der Auseinandersetzungsvertrag
verabschiedet. Am 21. Juli 1964 fand die feierliche Unterzeichnung
durch die Bürgermeister der Gemeinden und die beiden Amtsdirektoren
der Ämter Pelkum und Unna-Kamen statt.
Im
Zuge der Vorbereitungen für einen Zusammenschluss gründete man
einen Zweckverband „Großgemeinde Bergkamen“, der die Aufgabe
hatte, die zukünftige Verwaltung aufzubauen. Vorsitzender wurde der
Gemeindevertreter von Rünthe, Edgar Pech, Zweckverbandsvorsteher
der Direktor des Amtes Pelkum, Alfred Gleisner.
Am
2. November 1965 wurde vom Landtag das Gesetz über den
Zusammenschluss der fünf Gemeinden verkündet, das am 1. Januar
1966 in Kraft trat. Damit war der politische Zusammenschluss der
Gemeinden vollzogen. Die Bezeichnung der neuen Verwaltungseinheit
war „Großgemeinde Bergkamen“.
Die
Wahlen am 13. März 1966 für den Rat der Großgemeinde Bergkamen
ergaben eine Verteilung von 27 Sitzen für die SPD und 10 Sitzen für
die CDU. Bürgermeister wurde Edgar Pech, Gemeindedirektor Alfred
Gleisner.
Am
14. Juni 1966 erhielt die Großgemeinde Bergkamen die Stadtrechte.
Die feierliche Überreichung der Urkunde fand am 6. Juli 1966 statt.
Der damalige Innenminister Nordrhein-Westfalens, Willy Weyer, händigte
sie persönlich Bürgermeister Pech aus.
Nur
ein knappes Jahr nach der Volksabstimmung in Overberge wandelte sich
die Stimmung in der Gemeinde dahingehend, dass ihre Selbständigkeit
nicht mehr aufrechtzuerhalten sei.
Zwischenzeitlich
forderte auch die Stadt Kamen Overberge zum Anschluss auf. Hier
stellte sich jedoch heraus, dass die Bindungen zu Bergkamen stärker
waren. 1967 wurde die Eingliederung in die Stadt Bergkamen
beschlossen und mit der Neugliederung des Kreises Unna durchgeführt.

Wappen der Stadt Bergkamen |